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Georg Gohler (1874-1954).

  • Profession: Conductor, critic.
  • Residences: Leipzig.
  • Relation to Mahler: On 09-01-1914 he conducted in Leipzig the by Gustav Mahler (shortly before his death) re-completed 5th symphony as "world premiere of the new version".
  • Correspondence with Mahler: Yes.
    • 00-00-0000, Year 
  • Born: 29-06-1874 Zwickau, Germany.
  • Died: 04-03-1954 Lubeck, Germany.
  • Buried: 00-00-0000

Karl Georg Göhler studied composition, music theory, piano and organ under Hermann Kretzschmar at the Conservatory in Leipzig from 1893 to 1896. Georg Göhler finished his studies with a doctoral thesis on the local renaissance composer Cornelius Freundt.

Subsequent to his studies Georg Göhler found a position as assistant choirmaster at the renowned Riedel-Verein in Leipzig and became its principal choirmaster already in 1898. From 1903 Georg Göhler was Hofkapellmeister at the Landestheater Altenburg, then at the Badische Hofkapelle in Karlsruhe and returned to Leipzig in 1909 as the principal choirmaster of the Riedel-Verein. He then took up the position of the music director of the „Neue Oper“ in Hamburg in 1913 and two years later suceeded Wilhelm Furtwängler as conductor of the orchestra of the „Verein der Musikfreunde Lübeck“ and from 1919 gave also lectures at the local conservatory.

In 1922 Georg Göhler returned to the Landestheater Altenburg, first in the position of the Kapellmeister and from 1925 as its music director. Georg Göhler was a champion of the music of Anton Bruckner, Gustav Mahler (he conducted the world premiere of the revised version of Mahler's Symphony No.5 in 1914) and Giuseppe Verdi. Göhler conducted the German premiere of Verdi's „Macbeth“ in 1928 and his activity was a significant element of the revival of Verdi in Germany in the 1920s and 30s. In 1932 Georg Göhler retired from the public musical life and dedicated himself to composing and music theory.

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Karl Georg Göhler studierte ab 1893 am Konservatorium Leipzig bei Hermann Kretzschmar Theorie, Komposition, Klavier und Orgel und promovierte dort 1896. Seine Erfahrungen als Dirigent konnte er bereits 1897 als Chorleiter des Riedel-Vereins in Leipzig sammeln. 1903 wurde er Hofkapellmeister am Landestheater Altenburg, wo er unter anderem Erstaufführungen von Opern an dieser Bühne leitete. Hierzu gehörten 1903 Offenbachs "Hoffmanns Erzählungen", 1910 Puccinis "Madame Butterfly", sowie Smetanas "Verkaufte Braut" und 1909 Wagners "Ring des Nibelungen".

Von 1907 bis 1909 war er Hofkapellmeister an der Großherzoglich Badischen Hofkapelle in Karlsruhe. Ab 1909 dirigierte er erneut in Leipzig den Riedel-Verein sowie das Orchester der Musikalischen Gesellschaft.

Zwischen 1913 und 1915 war er Leiter der Neuen Oper Hamburg und des Hamburger Lehrergesangvereins. Dort richtete er unter anderem Verdis Oper "La forza del destino" ein. 1915 wurde er Nachfolger von Wilhelm Furtwängler als Dirigent des Orchesters des Vereins der Musikfreunde in Lübeck. Er koordinierte in Lübeck die Sinfoniekonzerte, den Philharmonischen Chor und Volkskonzerte.

1922 kehrte er als Kapellmeister an das Landestheater Altenburg zurück und wurde dort 1925 zum Generalmusikdirektor ernannt. In dieser Zeit hat er auch wesentlich zur Verdi-Renaissance im Deutschland der 20er Jahre beigetragen: 1928 dirigierte er an der Dresdner Staatsoper Verdis Macbeth 81 Jahre nach der Uraufführung erstmals auf einer deutschen Bühne. Daneben leitete er die Philharmonischen Konzerte in Halle und wirkte als Gastdirigent bei mehreren Orchestern. 1932 zog er sich aus dem öffentlichen Musikleben zurück und widmete sich seiner Arbeit als Komponist und Musikwissenschaftler.

Göhler war ein Förderer der Musik von Anton Bruckner und vor allem von Gustav Mahler. Am 9. Januar 1914 dirigierte er in Leipzig die von Mahler selbst kurz vor seinem Tod fertiggestellte Neufassung der 5. Sinfonie als "Uraufführung der Neufassung" (Bucholtz:142ff).

Göhler hat ein umfangreiches Werk hinterlassen, darunter über 200 Lieder im traditionellen Stil. So schrieb er einfache Strophenlieder ebenso wie romantische Miniaturen und ausgeformte Kunstlieder. Darüber hinaus schuf er fünf Sinfonien, Klavier-, Violin- und Cellokonzerte, eine Oper und zahlreiche Kammermusikwerke. Er war ein Gegner jeder moderner Musik, die über die klassische und romantische Tradition hinausgehende Stilentwicklung hinausreicht, was letztlich dazu führte, dass seine zahlreichen Kompositionen trotz aller kompositionstechnischen Feinheiten heute praktisch vergessen sind.

Er schrieb zahlreiche Artikel in Zeitungen und Zeitschriften u. a. in Der Kunstwart, Die Zukunft (hg. von Maximilian Harden) und in der Zeitschrift für Musik.

Sein Nachlass, darunter über 23.000 Briefe, die seine Kontakte zu vielen Künstlerpersönlichkeiten seiner Zeit bezeugen, wird von der Ratsschulbibliothek Zwickau verwahrt.